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Fiktiv: Das literarische Quartett

Was würde Marcel Reich-Ranicki im literaischen Quartett über die „Akademie der Krone“ und die ganzen anderen Geschichten rund um Funny, Lily und Darin sagen?

Hier ist eine Szene direkt aus dem legendären Studio des Literarischen Quartetts. Die Kameras laufen, Hellmuth Karasek räuspert sich leise, Sigrid Löffler ordnet ihre Notizen. Doch alle Blicke richten sich auf ihn: Marcel Reich-Ranicki. Er beugt sich dramatisch über den runden Tisch, greift nach einem Hardcoverbuch mit einem bunten Cover und wedelt damit fast drohend in die Kamera.

Marcel Reich-Ranicki: (mit lauter, beinahe empörter Stimme) „Meine Damen und Herren! Wir kommen nun zu einem Buch… ich muss es gleich vorwegnehmen: Es ist aus dem sogenannten Fantasy-Genre. Akademie der Krone! Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich an dieses Buch geraten bin! Ich lese so etwas normalerweise nicht. Es ist mir völlig schleierhaft!“

(Hellmuth Karasek will ansetzen, doch Reich-Ranicki hebt gebieterisch die Hand.)

Marcel Reich-Ranicki: „Lassen Sie mich ausreden, Karasek! Also. Ich hatte es zu Hause. Es lag auf meinem Küchentisch herum. Und da kam meine Enkelin. Sie hat es in die Finger bekommen, hat es mitgenommen und sich in ihr Zimmer verkrochen. Und am nächsten Tag kam sie zu mir zurück, knallte es auf den Tisch und sagte: ‚Mann, Opa! Das Buch ist voll krass!‘“

(Sigrid Löffler zieht hörbar scharf die Luft ein. Reich-Ranicki rollt mit den Augen.)

Marcel Reich-Ranicki: „Ja, Frau Löffler, ich war auch entsetzt! Ich dachte, oh Gott, das arme Kind! Ich sagte zu ihr: ‚Ist es so schlimm? Mein Gott, du musst es doch nicht lesen, wirf es weg!‘ Aber da sah sie mich an und sagte: ‚Nein, Opa. Das Buch ist voll krass gut!‘ Ich sage Ihnen, meine Damen und Herren: Voll. Krass. Gut. Das war ihr Urteil! Und warum? Sie sagte mir: Es ist spannend! Zu keinem Zeitpunkt langweilig!“

Sigrid Löffler: (mit spitzem Ton) „Aber Herr Reich-Ranicki, die literarische Qualität, die Sprache, die psychologische Tiefe dieser Figuren wie Funny oder Lily… das ist doch nun wirklich…“

Marcel Reich-Ranicki: (schlägt flach auf den Tisch) „Aber nein! Ach, was wissen Sie denn, Frau Löffler! Wer braucht denn diese ewige, weinerliche Psychologisierung? Wissen Sie, was das Buch macht? Es verzichtet auf diese elenden, langen und breiten Schilderungen! Keine ausufernden Landschaftsbeschreibungen, bei denen man einschläft! Keine inneren Monologe, wo der Held dreißig Seiten lang überlegt, ob er nun ein Butterbrot essen soll oder nicht! Nein! Wissen Sie, wie es da zugeht? Das Kind hat es mir genau erklärt. Es geht so: BÄMM! Action! BÄMM! Und weiter geht’s! Klasse!“

Hellmuth Karasek: (schmunzelnd) „Sie loben hier also ein reines Spektakel? Ein BÄMM-Buch?“

Marcel Reich-Ranicki: „Ja! Ich lobe es! Denn es ist Handlung, Karasek! Handlung, Handlung, Handlung! Was Funny, Lily und dieser Darin da erleben, das reißt die jungen Leute mit! Die Enkelin stand vor mir, mit glänzenden Augen, und forderte mich auf: ‚Das musst du vorstellen, Opa! Und sag den anderen im Fernsehen, dass es mir voll krass gefallen hat! Und ich unbedingt den zweiten Band lesen will!‘“

(Reich-Ranicki lehnt sich zurück, sein Gesichtsausdruck wird plötzlich weicher, fast ein wenig melancholisch, während er direkt in die Kamera blickt.)

Marcel Reich-Ranicki: „Und da habe ich zu ihr gesagt: ‚Ja, mein Liebling. Das mache ich.‘ Und warum mache ich das? Weil es wahr ist! Wenn ein Buch ein junges Mädchen so sehr fesselt, wenn sie das gut findet, dann wird es auch vielen, vielen anderen gefallen! Dann hat dieses Buch eine Existenzberechtigung! Und außerdem…“

(Er macht eine seiner berühmten, theatralischen Kunstpausen, faltet die Hände zusammen und flüstert fast in das Mikrofon.)

„…außerdem habe ich es ihr versprochen. Denn sie ist etwas ganz Besonderes für mich.“

(Kurze Stille im Studio. Selbst Sigrid Löffler schweigt.)

Marcel Reich-Ranicki: (plötzlich wieder in voller Lautstärke) „Also! Kaufen Sie es für Ihre Kinder! Akademie der Krone! BÄMM! Wir machen weiter!“

Hinweis: So oder so ähnlich hätte der Altmeister der deutschen Literaturkritik das Buch vermutlich in den Literatur-Olymp (oder zumindest in die Herzen der Zuschauer) erhoben – mit der perfekten Mischung aus Theatralik, scheinbarer Empörung und einem großen, weichen Herz für die ehrliche Begeisterung junger Leser.

Die Wahrheit ist: Die Enkelin mit den „Voll krass“ ist eigentlich die Tochter eines tollen Buchhändlers und für sie schreibe ich den 2. Band!

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Fiktiv: Das literarische Quartett

Was würde Marcel Reich-Ranicki im literaischen Quartett über die „Akademie der Krone“ und die ganzen anderen Geschichten rund um Funny, Lily und Darin sagen?

Hier ist eine Szene direkt aus dem legendären Studio des Literarischen Quartetts. Die Kameras laufen, Hellmuth Karasek räuspert sich leise, Sigrid Löffler ordnet ihre Notizen. Doch alle Blicke richten sich auf ihn: Marcel Reich-Ranicki. Er beugt sich dramatisch über den runden Tisch, greift nach einem Hardcoverbuch mit einem bunten Cover und wedelt damit fast drohend in die Kamera.

Marcel Reich-Ranicki: (mit lauter, beinahe empörter Stimme) „Meine Damen und Herren! Wir kommen nun zu einem Buch… ich muss es gleich vorwegnehmen: Es ist aus dem sogenannten Fantasy-Genre. Akademie der Krone! Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich an dieses Buch geraten bin! Ich lese so etwas normalerweise nicht. Es ist mir völlig schleierhaft!“

(Hellmuth Karasek will ansetzen, doch Reich-Ranicki hebt gebieterisch die Hand.)

Marcel Reich-Ranicki: „Lassen Sie mich ausreden, Karasek! Also. Ich hatte es zu Hause. Es lag auf meinem Küchentisch herum. Und da kam meine Enkelin. Sie hat es in die Finger bekommen, hat es mitgenommen und sich in ihr Zimmer verkrochen. Und am nächsten Tag kam sie zu mir zurück, knallte es auf den Tisch und sagte: ‚Mann, Opa! Das Buch ist voll krass!‘“

(Sigrid Löffler zieht hörbar scharf die Luft ein. Reich-Ranicki rollt mit den Augen.)

Marcel Reich-Ranicki: „Ja, Frau Löffler, ich war auch entsetzt! Ich dachte, oh Gott, das arme Kind! Ich sagte zu ihr: ‚Ist es so schlimm? Mein Gott, du musst es doch nicht lesen, wirf es weg!‘ Aber da sah sie mich an und sagte: ‚Nein, Opa. Das Buch ist voll krass gut!‘ Ich sage Ihnen, meine Damen und Herren: Voll. Krass. Gut. Das war ihr Urteil! Und warum? Sie sagte mir: Es ist spannend! Zu keinem Zeitpunkt langweilig!“

Sigrid Löffler: (mit spitzem Ton) „Aber Herr Reich-Ranicki, die literarische Qualität, die Sprache, die psychologische Tiefe dieser Figuren wie Funny oder Lily… das ist doch nun wirklich…“

Marcel Reich-Ranicki: (schlägt flach auf den Tisch) „Aber nein! Ach, was wissen Sie denn, Frau Löffler! Wer braucht denn diese ewige, weinerliche Psychologisierung? Wissen Sie, was das Buch macht? Es verzichtet auf diese elenden, langen und breiten Schilderungen! Keine ausufernden Landschaftsbeschreibungen, bei denen man einschläft! Keine inneren Monologe, wo der Held dreißig Seiten lang überlegt, ob er nun ein Butterbrot essen soll oder nicht! Nein! Wissen Sie, wie es da zugeht? Das Kind hat es mir genau erklärt. Es geht so: BÄMM! Action! BÄMM! Und weiter geht’s! Klasse!“

Hellmuth Karasek: (schmunzelnd) „Sie loben hier also ein reines Spektakel? Ein BÄMM-Buch?“

Marcel Reich-Ranicki: „Ja! Ich lobe es! Denn es ist Handlung, Karasek! Handlung, Handlung, Handlung! Was Funny, Lily und dieser Darin da erleben, das reißt die jungen Leute mit! Die Enkelin stand vor mir, mit glänzenden Augen, und forderte mich auf: ‚Das musst du vorstellen, Opa! Und sag den anderen im Fernsehen, dass es mir voll krass gefallen hat! Und ich unbedingt den zweiten Band lesen will!‘“

(Reich-Ranicki lehnt sich zurück, sein Gesichtsausdruck wird plötzlich weicher, fast ein wenig melancholisch, während er direkt in die Kamera blickt.)

Marcel Reich-Ranicki: „Und da habe ich zu ihr gesagt: ‚Ja, mein Liebling. Das mache ich.‘ Und warum mache ich das? Weil es wahr ist! Wenn ein Buch ein junges Mädchen so sehr fesselt, wenn sie das gut findet, dann wird es auch vielen, vielen anderen gefallen! Dann hat dieses Buch eine Existenzberechtigung! Und außerdem…“

(Er macht eine seiner berühmten, theatralischen Kunstpausen, faltet die Hände zusammen und flüstert fast in das Mikrofon.)

„…außerdem habe ich es ihr versprochen. Denn sie ist etwas ganz Besonderes für mich.“

(Kurze Stille im Studio. Selbst Sigrid Löffler schweigt.)

Marcel Reich-Ranicki: (plötzlich wieder in voller Lautstärke) „Also! Kaufen Sie es für Ihre Kinder! Akademie der Krone! BÄMM! Wir machen weiter!“

Hinweis: So oder so ähnlich hätte der Altmeister der deutschen Literaturkritik das Buch vermutlich in den Literatur-Olymp (oder zumindest in die Herzen der Zuschauer) erhoben – mit der perfekten Mischung aus Theatralik, scheinbarer Empörung und einem großen, weichen Herz für die ehrliche Begeisterung junger Leser.

Die Wahrheit ist: Die Enkelin mit den „Voll krass“ ist eigentlich die Tochter eines tollen Buchhändlers und für sie schreibe ich den 2. Band!

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